Projekte
Aktuelle Projekte
Inklusive Forschungswerkstatt und KI - Ein Teilprojekt des Teilhabekompass
Laufzeit: 01.08.2025 bis 31.12.2028
Die inklusive Forschungswerkstatt beschäftigt sich mit inklusiven Bildungsfragen rund um digitale Teilhabe im Land Sachsen-Anhalt. Angegliedert an das Forschungsprojekt Teilhabekompass der Professur für Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt Wissenschaftliche Weiterbildung und Weiterbildungsforschung treffen sich (junge) Erwachsene mit und ohne Behinderung, mit und ohne Hochschulzugangseberechtigungen und unterschiedlichen Qualifizierungen 14 tägig, um in interdisziplinären Teams zusammen zu forschen.
Die Arbeitsergebnisse fließen in das Projekt Teilhabekompass und Werkstatt-Uni der Professur ein.
Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Olaf Dörner.
Inklusive Forschungswerkstatt und KI - Ein Teilprojekt des Teilhabekompass
Laufzeit: 01.08.2025 bis 31.12.2028
Die inklusive Forschungswerkstatt beschäftigt sich mit inklusiven Bildungsfragen rund um digitale Teilhabe im Land Sachsen-Anhalt. Angegliedert an das Forschungsprojekt Teilhabekompass der Professur für Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt Wissenschaftliche Weiterbildung und Weiterbildungsforschung treffen sich (junge) Erwachsene mit und ohne Behinderung, mit und ohne Hochschulzugangseberechtigungen und unterschiedlichen Qualifizierungen 14 tägig, um in interdisziplinären Teams zusammen zu forschen.
Die Arbeitsergebnisse fließen in das Projekt Teilhabekompass und Werkstatt-Uni der Professur
Inklusive Forschungwerkstatt 2025 ein.
Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Olaf Dörner.
MultiplikatorInnen der „Werkstatt-Uni“. Inklusion und Nachhaltigkeit. Ein Teilprojekt des Teilhabekompass.
Laufzeit: 01.08.2025 bis 31.12.2028
Die Werkstatt-Uni ist ein innovatives Bildungsprojekt, das inklusive
Bildungsangebote für (junge) Erwachsene mit und ohne Behinderungen in einem
universitären Kontext bereitstellt. Ziel des Projekts ist es, Bildungsprozesse in
einem inklusiven Setting zu ermöglichen und soziale Interaktionen zwischen
den Beteiligten zu fördern. Um längerfristig im Sinne eines nachhaltigen Wissenschaftsmanagements die Fortführung des Projektes sicherstellen zu können, ist es notwendig MultiplikatorInnen zu
gewinnen und projektbezogen auszubilden. Im Projekt "MultiplikatorInnen der Werkstatt-Uni. Inklusion und Nachhaltigkeit" werden diese über einen längeren Zeitraum inklusiv geschult und
trainiert, eigenständige Inklusionsveranstaltungen wie die Werkstatt-Uni zu konzipieren und
durchzuführen. Die MultiplikatorInnenausbildung wird im Verlauf des Projektes Teilhabekompass kontinuierlich durchgeführt und fortlaufend erweitert. Die ersten interdisziplinär geschulten MultiplikatorInnen konnten bereits im Wintersemester 2025/2026 ihre Arbeit als Lehrbeauftragte im Projekt aufnehmen. Der erste Durchgang der MulitiplikatorInnenschulung dauerte 4 Semester.
Die konzeptionelle Vereinheitlichung für zukünftige MultiplikatorInnenschulungen wird aktuell im Teilprojekt des Teilhabekompass unter Einbeziehen partizipativer Elemente durchgeführt.
Die MultiplikatorInnenschulungen werden durch inklusive Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung begleitet.
MultiplikatorInnen der „Werkstatt-Uni“. Inklusion und Nachhaltigkeit. Ein Teilprojekt des Teilhabekompass.
Laufzeit: 01.01.2025 bis 31.12.2028
Die Werkstatt-Uni ist ein innovatives Bildungsprojekt, das inklusive
Bildungsangebote für (junge) Erwachsene mit und ohne Behinderungen in einem
universitären Kontext bereitstellt. Ziel des Projekts ist es, Bildungsprozesse in
einem inklusiven Setting zu ermöglichen und soziale Interaktionen zwischen
den Beteiligten zu fördern. Um längerfristig im Sinne eines nachhaltigen Wissenschaftsmanagements die Fortführung des Projektes sicherstellen zu können, ist es notwendig MultiplikatorInnen zu
gewinnen und projektbezogen auszubilden. Im Projekt "MultiplikatorInnen der Werkstatt-Uni. Inklusion und Nachhaltigkeit" werden diese über einen längeren Zeitraum inklusiv geschult und
trainiert, eigenständige Inklusionsveranstaltungen wie die Werkstatt-Uni zu konzipieren und
durchzuführen. Die MultiplikatorInnenausbildung wird im Verlauf des Projektes Teilhabekompass kontinuierlich durchgeführt und fortlaufend erweitert. Die ersten interdisziplinär geschulten MultiplikatorInnen konnten bereits im Wintersemester 2025/2026 ihre Arbeit als Lehrbeauftragte im Projekt aufnehmen. Der erste Durchgang der MulitiplikatorInnenschulung dauerte 4 Semester. Die konzeptionelle Vereinheitlichung für zukünftige MultiplikatorInnenschulungen wird aktuell im Teilprojekt des Teilhabekompass unter Einbeziehen partizipativer Elemente durchgeführt. Die MultiplikatorInnenschulungen werden durch inklusive Seminare zur persönlichen Entwicklung begleitet.
Bildungsfachkräfte - Eine qualitativ-empirische Studie.
Laufzeit: 01.09.2020 bis 31.07.2027
Die hochschulische Weiterbildungslandschaft wird aufgrund der Ausbildung und des Einsatzes von Bildungsfachkräften zunehmend mit neuen Akteuren konfrontiert: Erwachsenen mit einer geistigen Behinderung. [1]
Erste Bundesländer bieten bereits dreijährige Qualifizierungen zu Bildungsfachkräften an Hochschulen an. Weitere Bundessländer und Angebote entstehen fortlaufend. Gleichzeitig werden Bildungsfachkräfte bisher kaum im Diskurs der Wissenschaftlichen Weiterbildung berücksichtigt, thematisiert und erforscht.
In der Studie wird die Forschungsfrage verfolgt: Welche Bildungsorientierungen lassen sich bei Bildungsfachkräften rekonstruieren?
Die Erwachsenenbildung an Hochschulen, die wissenschaftliche Weiterbildung, wird als Gegenstand der Studie herangezogen und die praxeologische Wissenssoziologie als Wegbereiter für die im Vorhaben Anwendung findende Methodologie der Dokumentarischen Methode verstanden. Der grundlagentheoretische Bezug der Studie wird über die Habitustheorie, den Kapitalbegriff und die Feldtheorie in den Werken Bourdieus hergestellt.
Im Rahmen der zirkulären Strategien zur qualitativen Datenerhebung wurden 33 biografisch-leitfadengestützte Interviews mit Bildungsfachkräften und Erwachsenen mit einer geistigen Behinderung geführt, die zum Zeitpunkt der Erhebung an unterschiedlichen hochschulischen Weiterbildungsangeboten teilnahmen. Die Erhebung wurde im Frühjahr 2023 abgeschlossen.
Die befragten Erwachsenen waren zum Zeitpunkt der Befragung zwischen 34 und 53 Jahren alt, unterschiedlichen Geschlechts / Herkunft, wiesen unterschiedlichen Diagnosen gem. ICD-10 auf und waren mindestens fünf Jahre in einer Werkstatt für behinderte Menschen beschäftigt.[2]
Das Promotionsvorhaben wird betreut von:
- Prof. Dr. Olaf Dörner
(Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) - Prof.In. Dr.In Mai-Anh Boger
(Universität Koblenz)
Erste projektbezogene Publikationen sind unter folgendem Link einzusehen:
https://www.wwb.ovgu.de/Mitarbeitende/Katharina+Pongratz.html
[1] Bei allen interviewten Bildungsfachkräften liegt eine 'zugeschriebene' / 'sogenannte' / 'geistige Behinderung' / 'Lernschwierigkeit' o.ä. bezeichnete Form von Behinderung vor. Eine allgemein gültige Definition von Behinderung gibt es bis heute nicht ( vgl. Dederich, 2009; Boger, 2019; Waldschmidt, 2021). Für die hiesige Studie wird die medizinische Bezeichnung gem. ICD-10 (F70-79) herangezogen. Dieses Vorgehen zielt darauf ab, so neutral wie möglich auszudrücken, dass der Begriff Behinderung eine von unterschiedlichen Kriterien abhängige Differenz, also eine an verschiedene Kontexte gebundene Kategorie ist, welche eine Relation anzeigt (Dederich, 2009, S. 15) und gleichzeitig auf die 'Besonderheiten' der untersuchten Personengruppe hinweist.
[2] Behinderung wird in Anlehnung an Dederich (2009) und Schildmann, Schramme (2018, 2020) als soziale Kategorie verstanden.
„Werkstatt-Uni“ Soziale Praxis und Lernprozesse in inklusiver Erwachsenenbildung: Eine Analyse sozialer Praktiken im Kontext wissenschaftlicher Weiterbildung
Laufzeit: 01.01.2025 bis 31.12.2026
Die Werkstatt-Uni ist ein innovatives Bildungsprojekt, das inklusive
Bildungsangebote für Erwachsene mit und ohne Behinderungen in einem
universitären Kontext bereitstellt. Ziel des Projekts ist es, Bildungsprozesse in
einem inklusiven Setting zu ermöglichen und soziale Interaktionen zwischen
den Beteiligten zu fördern.
Die Studie verfolgt das Ziel, die Orientierungen der verschiedenen beteiligten
Gruppen – Erwachsene mit Behinderungen, pädagogische Fachkräfte und
Studierende – zu analysieren, um zu untersuchen, welche Rolle Lernprozesse
in diesem inklusiven Setting spielen. Mit der dokumentarischen Methode
sollen die Interaktionen und Praktiken in der Werkstatt-Uni rekonstruiert
werden, um die Bedeutung und die Form von Lernprozessen zu verstehen.
Im Fokus der Studie stehen folgende Fragen:
1. Welche Orientierungen bringen die beteiligten Gruppen in das inklusive
Bildungskonzept ein?
2. Inwieweit ist Lernen für die verschiedenen Gruppen von Bedeutung?
Ziel ist es, herauszuarbeiten, inwieweit Lernprozesse in einem inklusiven
Setting stattfinden, wie diese von den Beteiligten erlebt und interpretiert
werden und welche Rolle das gemeinsame Arbeiten am „gemeinsamen
Gegenstand“ dabei spielt.
Die Forschungsperspektive basiert auf einem zweifachen Verständnis von
inklusiver Erwachsenenbildungsforschung:
1. Inklusion als Gegenstand: Inklusion gewinnt vor dem Hintergrund der
UN-Behindertenrechtskonvention (UNBRK), die seit 2009 in Deutschland
in Kraft ist, zunehmend an Bedeutung (vgl. Hirschberg et al. 2019). Sie
wird als Umsetzung allgemeiner Menschenrechte verstanden und
umfasst alle Menschen unabhängig von Behinderungen, Geschlecht,
Alter, Herkunft oder sozialem Status (vgl. Brokamp 2012;
Degener/Mogge-Grotjahn 2012). Ziel ist es, zu untersuchen, inwieweit
Inklusion im Kontext von Erwachsenenbildung realisiert wird und
welche Differenzierungen dies im Zusammenspiel mit Disability Studies
ermöglicht (vgl. Kremsner 2016).
2. Inklusion im Forschungsprozess: Forschung ist als gesellschaftlicher
Bereich selbst nicht vom Inklusionsanspruch ausgenommen (vgl. Hinz
2013). Eine inklusive Erwachsenenbildungsforschung muss sich daher
mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit sie partizipativ sein kann
oder muss. Hierbei orientiert sich das Projekt an der partizipativen
Forschung, die auf die Einbeziehung der Beforschten in den
Forschungsprozess ausgerichtet ist (vgl. von Unger 2014). Diese
Ansätze erfordern eine methodologische Reflexion der pädagogischen
Absichten der Forschenden und deren potenzielle Normativität (vgl.
Kreitz 2018; Meseth 2021).
Abgeschlossene Projekte
Partizipation als vielfältiger Begriff. Eine Diskussion aus Perspektive inklusiver Erwachsenenbildung(sforschung)
Laufzeit: 01.01.2025 bis 31.12.2025
Untersucht wird, wie Partizipation im Kontext inklusiver Erwachsenenbildung und wissenschaftlicher Weiterbildung konzeptualisiert und empirisch gefasst werden kann. Ausgangspunkt ist die Frage, wie hegemoniale Strukturen an Hochschulen sowohl Teilhabemöglichkeiten begrenzen als auch Räume für nicht-hegemoniale Gestaltung eröffnen. Am Beispiel der Einbindung Erwachsener mit geistiger Behinderung in Hochschullehre wird analysiert, wie partizipative Lehr- und Forschungssettings entstehen, welche Orientierungen darin wirksam werden und wie sich Partizipation im universitären Kontext bestimmen lässt. Zwei Feldbeobachtungen dienen als empirische Grundlage, um Partizipation praxeologisch zu rekonstruieren und in aktuelle Diskurse zu Hochschulöffnung, Inklusion und Teilhabe einzuordnen. Ziel ist es, den vielfach verwendeten Begriff der Partizipation zu präzisieren, Reflexionsräume für inklusive Lehre mit partizipativen Elementen zu eröffnen und einen Beitrag zur theoretischen und empirischen Schärfung partizipativer Hochschuldidaktik zu leisten.